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Übersetzerprofile: Kontrollierte Kollision
Michael Walter, vorgestellt von Reinhard Kaiser
Wenn zwei Sprachinseln kollidieren, sorgt der Übersetzer dafür, dass der Zusammenprall ausbleibt und statt dessen etwas Neues entsteht. So die Vorstellung von Michael Walter, der sich in rund dreißig Berufsjahren bei mehr als sechzig Werken der unterschiedlichsten Genres als Katastrophenwächter bewährt hat (bei Stevenson, Orwell, O'Neill, Pinter, Gibbon, Melville u.a.).
Beide, der Übersetzer wie sein Moderator, sind berühmt dafür, wie leicht sie sich in früheren Sprachepochen bewegen. Michael Walter legte schon in den Achtzigern Laurence Sternes "Tristram Shandy" auf Deutsch vor, soeben folgte die "Empfindsame Reise". Und Reinhard Kaiser, Schriftsteller und Übersetzer von Irene Dische, Susan Sontag, Sylvia Plath u.a., übertrug unlängst Grimmelshausens "Simplicissimus" aus dem barocken in sein heutiges Deutsch.
Konzeption der Reihe „Übersetzerprofile“: Rosemarie Tietze
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15. Juni 2010
Saal des Literaturhauses München, 20:00 Uhr (öffentliche Veranstaltung)
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